Selbsttest an Schulen – kann das funktionieren? (akt. 11.05.2021, 15:35 Uhr)

Ja. Zum einen sind die Tests so konzipiert, dass sie auch  jüngere Schülerinnen und Schüler mit entsprechender Anleitung anwenden können. Die Tests sind einfach und ohne Schmerzen durchzuführen. Zur Testung wird ein Teststäbchen ca. 2 cm tief in jedes Nasenloch eingeführt, an der Naseninnenseite hin- und herbewegt und dann in eine Testflüssigkeit getaucht. Nach ca. 15 bis 20 Minuten liegt ein Ergebnis vor.

Sicher ist es vor allem zu Beginn eine ungewohnte Situation, wenn Selbsttests in den Schulen durchgeführt werden.  Erste Erfahrungen mit Selbsttests an bayerischen Schulen, aber auch aus Österreich zeigen, dass sich Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte recht schnell an die Tests gewöhnen und sie so Teil des schulischen Alltags in Pandemiezeiten werden.  

So stellte etwa der österreichische Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. Heinz Faßmann kürzlich fest:
„Seit Mitte Februar führen die österreichischen Schülerinnen und Schüler mehrmals in der Woche anterio-nasale Selbsttests durch. Diese Tests sind an den Schulen mittlerweile zur Routine geworden. Eltern und Lehrkräfte unterstützten die Testungen von Anbeginn, was zur hohen Akzeptanz von nahezu 99 % geführt hat. Österreich konnte die Schulen so geöffnet halten.“ 

Ein Video zu den Erfahrungen mit den Selbsttests an der Realschule Traunreut finden Sie hier; ein Video zu den Erfahrungen an der Grundschule Mering finden Sie hier.

Welche Möglichkeiten gibt es, ein negatives Testergebnis nachzuweisen? (akt. 10.05.2021, 11:10 Uhr)

Ab dem 12. April dürfen Schülerinnen und Schüler nur dann am Präsenzunterricht bzw. an den Präsenztagen des Wechselunterrichts teilnehmen, wenn sie einen aktuellen, negativen Covid-19-Test haben.

Ein negatives Testergebnis kann einerseits durch einen Selbsttest, der unter Aufsicht in der Schule durchgeführt wird, erbracht werden.

Alternativ ist  – falls eine Selbsttestung in der Schule nicht gewünscht wird – auch ein Nachweis durch einen PCR- oder POC-Antigen-Schnelltest möglich, der von medizinisch geschultem Personal durchgeführt wurde.

Bitte beachten Sie: Ein zuhause durchgeführter Selbsttest reicht als Nachweis nicht aus.

  • Die Selbsttests in der Schule werden pro Person in der Regel zweimal pro Woche (bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 ggf. auch öfter) durchgeführt. Die Abgabe einer ausdrücklichen Einverständniserklärung durch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten (bzw. durch volljährige Schülerinnen und Schüler) ist nicht erforderlich.
  • Ein negatives Testergebnis darf zum Unterrichtsbeginn am jeweiligen Schultag nicht älter als 48 Stunden (bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100) bzw. 24 Stunden (bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100) sein. Ein negatives Testergebnis gilt daher
    • bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100: am Tag der Testung und an den beiden darauffolgenden Tagen (Beispiel: Testung am Montag; Testergebnis gilt Mo, Di, Mi)
    • bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100: am Tag der Testung und am darauffolgenden Tag (Beispiel: Testung am Montag; Testergebnis gilt Mo, Di).
  • Schülerinnen und Schüler, die kein negatives Testergebnis vorlegen können und auch nicht zur Durchführung eines Selbsttests in der Schule bereit sind, können nicht die Schule besuchen. 

Der Testnachweis ist nicht notwendig bei vollständig geimpften Personen. Dazu muss die abschließende Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff mindestens 14 Tage zurückliegen.

Zudem muss kein Testnachweis von genesenen Personen erbracht werden. Eine Person gilt dabei als genesen, wenn sie über einen Nachweis verfügt, wonach eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mindestens 28 Tage, höchstens aber sechs Monate zurückliegt. Die zugrundeliegende Testung muss dabei mittels PCR-Verfahren erfolgt sein.

Der Testnachweis entfällt bei vollständig geimpften und bei genesenen Personen jedoch nur, wenn keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegen und keine aktuelle Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen ist.

Was ist nach einem positiven Testergebnis zu tun? (akt. 07.05.2021, 15:50 Uhr)

Zeigt der Selbsttest ein positives Ergebnis an, so muss die betroffene Schülerin bzw. der betroffene Schüler von anderen Personen isoliert und – sofern möglich – von den Erziehungsberechtigten abgeholt oder nach Hause geschickt werden. Die Schulleitung informiert das örtliche Gesundheitsamt über das positive Testergebnis. Bitte beachten Sie hierzu die Datenschutzhinweise. Da es auch möglich ist, dass der Selbsttest ein „falsch-positives“ Testergebnis anzeigt, wird das örtliche Gesundheitsamtes immer einen PCR-Test anordnen, um das Testergebnis zu überprüfen. Erst wenn der PCR-Test ebenfalls positiv ist, liegt tatsächlich eine nachgewiesene SARS-CoV-2-Infektion vor.

Muss die ganze Klasse in Quarantäne, wenn ein Schüler bzw. eine Schülerin ein positives Selbsttestergebnis hat? (akt. 07.05.2021,

Muss die ganze Klasse in Quarantäne, wenn ein Schüler bzw. eine Schülerin ein positives Selbsttestergebnis hat? Oder darf der Unterricht für die restliche Klasse fortgesetzt werden? (akt. 07.05.2021,

Die Anordnung von Quarantänemaßnahmen fällt in den Zuständigkeitsbereich des lokalen Gesundheitsamtes. Die Schulleitung informiert nach einem positiven Selbsttestergebnis das Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt leitet alle weiteren Schritte ein und unterrichtet ggf. die Schule über erforderliche Maßnahmen. Bis dahin können die Schülerinnen und Schüler mit einem negativen Testergebnis zunächst weiter in der Klasse bzw. im Unterrichtsbetrieb bleiben, wobei die Hygienevorgaben weiterhin genauestens zu beachten sind.

Bei vollständiger Impfung benötigt man keinen Testnachweis

Der Testnachweis ist nicht notwendig bei vollständig geimpften Personen. Dazu muss die abschließende Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff mindestens 14 Tage zurückliegen.

„Dr. Kasperl“ der Augsburger Puppenkiste zeigt Erwin, dem Erdmännchen, worauf bei der Durchführung besonders zu achten ist.

Die wichtigsten Informationen zu Selbsttests

Mit regelmäßigen und kontinuierlichen Testungen den Schulbetrieb im Freistaat sicherer gestalten: Dies soll durch Selbsttests für bayerische Lehrkräfte, sonstiges schulisches Personal sowie Schülerinnen und Schüler ermöglicht werden. Hier haben wir die wichtigsten Informationen zu Selbsttests zusammengefasst.

Gemäß Beschluss des Ministerrats vom 7. April gilt für die Zeit nach den Osterferien:

Ab 12. April dürfen unabhängig von der Inzidenz in der jeweiligen Region nur noch Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen, die

  • in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben

oder

  • einen aktuellen, negativen Covid-19-Test haben (PCR- oder POC-Antigenschnelltest, der durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt wird). Solche Tests können z. B. in den lokalen Testzentren, bei Ärzten oder bei anderen geeigneten Stellen durchgeführt werden. Ein zuhause durchgeführter Selbsttest reicht hier nicht aus.

Die Selbsttests sind kostenlos. Sie sind einfach, ohne Risiko und ohne Schmerzen durchzuführen. Lehrkräfte und das weitere an Schulen tätige Personal testen sich ebenfalls regelmäßig.

 

Videos und weitere Infos direkt auf der Seite des Bay. Staatsministeriums:

Mehr Sicherheit durch Selbsttests an bayerischen Schulen