Ohne regelmäßiges Wiederholen gibt es keinen dauerhaften Lernerfolg!

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Der Arbeitsplatz zum Lernen

Gelernt wird nur am Arbeitsplatz

Auf eine optimale, lernfördernde Gestaltung des Arbeitsplatzes achten:

  • Störquellen, sind besonders beim problemlösenden, geistigen Arbeiten zu vermeiden.
  • Der Arbeitsplatz muss ausreichend beleuchtet sein.
  • Das Raumklima muss behaglich sein. Das Lüften nicht vergessen.
  • Der Tisch soll groß genug sein und Platz für alle Arbeitsmaterialien bieten und der Stuhl sollte bestimmte Mindestmaße haben.
  • Auf der Arbeitsfläche sollen alle Arbeitsmittel, die immer wieder benötigt werden, im Griffbereich liegen. Überprüfen Sie regelmäßig Qualität und Vorhandensein dieser Arbeitsmittel (Kleber?, Stifte gespitzt? ...) .
  • Notwendiges Informationsmaterial sollte griffbereit sein (Lexikon, Internet....) .
  • Andererseits muss alles vom Arbeitsplatz entfernt werden, was stört oder ablenkt.

Feste Lernzeiten

 

Lernen lernen mit Unterstützung der Eltern

Feste Lernzeiten zur Gewohnheit machen!

Veranschlagen Sie dabei pro Tag etwa eine Stunde (ab der 5. Klasse 2 Stunden) für die Hausaufgaben/Lernen!

Die Zeitplanung darf sich nicht allein auf den Stundenplan beziehen. Zusätzlich sollte man, um die Zeit einigermaßen überschauen zu können, mit einem Kalender Zeitplanung betreiben. Hier notiert man die Abgabetermine für langfristige Hausaufgaben, angekündigte Klassenarbeiten sowie wichtige Freizeittermine.

  • Für die Tagesplanung empfehlen sich Tages-Merkzettel, auf denen man zwischen Muss- und Kann-Zielen unterscheidet.
  • Muss-Ziel heißt, dass man diese Lernaufgabe nicht - ohne ernsthafte Nachteile in Kauf zu nehmen - weglassen oder auch nur aufschieben kann. Diese Muss-Ziele sind im Wesentlichen durch deinen Stundenplan bestimmt.
  • Zu den Muss-Zielen zählen auch die so genannten Minimalhausaufgaben, also sich noch einmal den Hefteintrag der letzten Stunde anzusehen oder sich wenigstens fünf Minuten darauf zu besinnen, worum es in der letzten Stunde ging.
  • Kann-Ziel heißt, dass es im Sinne mittel- und langfristiger Zeitplanung von Vorteil wäre, wenn man diese Lernaufgabe zusätzlich erledigen würde. Wurde aber bei den Muss-Zielen zu viel Zeit verbraucht und man ist beim besten Willen nicht mehr fähig, sich zu konzentrieren, kann man ein Kann-Ziel schon auch einmal weglassen, ohne sich dafür unmittelbare Nachteile einzuhandeln. Es ist sehr wichtig für einen dauerhaften Lernerfolg, dass man regelmäßig wiederholt.
  • Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass es sehr lernverstärkend wirkt, wenn man nach der Erledigung einer Lernaufgabe die entsprechende Notierung auf dem Tages-Merkzettel abhakt oder durchstreicht.

 

Zeit- und Tagesplan

Zwischen dem beabsichtigten und dem tatsächlichen Arbeitsbeginn klafft oft eine allzu große Zeitlücke. Aufschubhandlungen zögern den tatsächlichen Lernbeginn hinaus. Noch schnell dies und das erledigen, bevor man an die Arbeit geht.

Welche Aufschubhandlungen sind in der Vergangenheit häufig vorgekommen? Warum und wie?

Eine gezielte Selbstbeobachtung wird das Problemverhalten in starkem Maße abbauen helfen.

Welche ablenkenden Reize, in der unmittelbaren Arbeitsumgebung, können beseitig werden?

Nicht zuletzt kann den am Arbeitsbeginn auftretenden Startschwierigkeiten auch durch eine geschickte Reihung der zu erledigenden Aufgaben vorgebeugt werden.

Dies bedeutet konkret, dass man zunächst Aufgaben in Angriff nimmt, die leicht sind oder Fächern entstammen, die man mag.

 

Aufmerksamkeit und Konzentration

 

Tue, was du tust! Lege Pausen gezielt zur Leistungssteigerung ein!

Konzentration kann man immer und überall trainieren. Jedes bewusste und gezielte Handeln ist bereits ein solches Training. Hierbei muss und soll es gar nicht immer um Leistung gehen. Es ist nur wichtig, sich dem einen Tun ganz und gar zu widmen.

Bei manchen Tätigkeiten fällt es leichter, sich zu konzentrieren, als bei anderen. Die Konzentration gibt es nämlich eigentlich überhaupt nicht. Konzentration ist immer Konzentration für eine bestimmte Tätigkeit.

Wann immer bei den Hausaufgaben bewusst wird, dass man nicht mehr ganz bei der Sache bist, sollte man eine kurze Pause einlegen. Fünf Minuten genügen meist schon. Am Anfang wird es vielleicht nur möglich sein, sich 15 Minuten am Stück zu konzentrieren. Mit der Zeit lässt sich diese Konzentrationsspanne aber immer weiter erhöhen, bis es  am Ende vielleicht sogar gelingt, die ganze einstündige/zweistündige Hausaufgabenzeit ohne Unterbrechung zu arbeiten.

 

Tipps für Grundschule und weiterführende Schulen


Konzentrationsschwierigkeiten können darauf zurückzuführen sein, dass man sich zu lange mit demselben Lernstoff beschäftigt. Es entsteht Langeweile. Man wird leicht müde. Die Gedanken schweifen ab. Um die Aufmerksamkeit zu erhalten, sollte der Lernstoff öfter mal gewechselt werden.

Bei der Abwechslung der Lerngebiete ist darauf zu achten, dass zwischen dem ersten und zweiten Stoffgebiet keine verwandtschaftliche Beziehung besteht. Es wäre falsch, nach einer Naturwissenschaft (z.B. Mathematik) gleich wieder eine Naturwissenschaft (z.B. Physik) in Angriff zu nehmen. Richtig wäre es, z.B. nach der Mathematik ein fremdsprachliches Lerngebiet zu bearbeiten.

Auch eine zu lange Benutzung desselben Lernwegs (z.B. dauerndes Durchlesen) führt zu Aufmerksamkeitsverlust.

Eine Abwechslung der Lernwege bedeutet, dass mit mehreren Sinnen gelernt wird. Lernpraktisch sollte dies so vor sich gehen, dass man mündliche und schriftliche Aufgaben abwechselt, den Lernstoff nicht nur durchliest, sondern auch laut memoriert oder Wichtiges herausschreibt.

In diesem Zusammenhang wird deutlich, wie wichtig es ist, beim Lernen möglichst alle drei Lernwege zu benutzen: Hören, Sehen und Handeln.

Wir hören zwar hin und wieder, dass es drei Lerntypen gibt: Hörtyp, Sehtyp und Handlungstyp. In Anlehnung an diese Typenlehre wird bisweilen empfohlen, jeder solle hauptsächlich den Lernweg benutzen, der seinem Typ entspricht. Von dieser Empfehlung ist jedoch abzuraten. Man sollte alle drei Lernwege gebrauchen.

 

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„Konzentration mangelhaft – was tun?“

 

Konzentration ist eine Fähigkeit, die uns ein effektives Aufnehmen von Informationen, das Lesen, Lernen oder exakte Arbeiten erleichtert. Wer sich nicht leicht ablenken lässt, macht in der Regel weniger Fehler und braucht weniger Zeit, um eine Aufgabe zu bewältigen. Konzentration ist keine Fähigkeit, die einem in die Wiege gelegt wird, sondern ein Reifungsprozess und eine Haltung, die Kinder beim Spielen und in der Schule lernen. Die Fähigkeit sich zu konzentrieren kann man so zu sagen trainieren. Ein Sebastian Schweinsteiger musste auch erst seine Fähigkeit zum Fußball spielen über Jahre hinweg trainieren. Konzentration kann man immer und überall trainieren. Jedes bewusste und gezielte Handeln ist bereits ein solches Training. Hierbei muss und soll es gar nicht immer um Leistung gehen. Es ist nur wichtig, sich dem einem Tun ganz und gar zu widmen. Kinder mit einer schwachen Konzentration wirken ungeduldig und unruhig. Eine plötzlich auftretende Konzentrationsschwäche kann vorübergehender und harmloser Natur sein, etwa wenn Schlaf- und Bewegungsmangel oder Stress der Auslöser sind.

 

So lange können sich Kinder konzentrieren:

 

5 bis 7 Jahren - bis etwa 15 Minuten

 

7 bis 10 Jahren - bis etwa 20 Minuten

 

10 bis 12 Jahren - bis etwa 25 Minuten

 

Mögliche Ursachen von Konzentrationsschwäche sind zum Beispiel:

 

  • Psychische Überlastung: dazu gehören Probleme in der Familie, Schule und im Freundeskreis, schulische Überforderung, starker Stress, zu straffe, übervolle Freizeitplanung ohne ausreichende Ruhepausen und Zeitdruck, belastende Erlebnisse, Schlafmangel/Schlafstörungen: Wer – aus welchem Grund auch immer – zu wenig schläft, hat tagsüber mit Konzentrationsschwäche zu kämpfen.
  • Falsche Ernährung: Das Gehirn braucht ausreichend Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser, um optimal arbeiten zu können. Auch ein Mangel an Omega 3-Fettsäuren und Omega 6-Fettsäuren, Jod, sowie anderen Nährstoffen wie B-Vitaminen, Eisen oder Magnesium kann Konzentrationsstörungen verursachen.
  • Bewegungsmangel: Mangelnde körperliche Aktivität kann eine Konzentrationsschwäche auslösen.
  • Eine Konzentrationsschwäche kann auch auftreten, wenn das Gehirn nicht richtig durchblutet wird, also nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.

 

  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Konzentrationsschwäche ist ein typisches Symptom einer Hypotonie, ebenso wie Leistungsmangel, Müdigkeit, Herzklopfen sowie kalte Hände und Füße.
  • Probleme beim Hören, Sehen und bei der Wahrnehmungsverarbeitung.
  • Zu wenige Pausen beim Lernen. - Tue, was du tust! - Lege Pausen gezielt zur Leistungssteigerung ein!
  • Uneffiziente Lerntechniken - richtige Lerntechniken helfen.
  • Zu viel Medienkonsum, übermäßige Beschallung (das Gehirn von zu viel äußeren Reizen überflutet) fördert eine Konzentrationsschwäche.

 

Natürlich gibt es immer wieder Kinder die unter einer medizinischen Störung der Konzentration leiden. Wie beispielsweise dem AD(H)S, dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität (Hypo - oder Hyperaktivität ). Diese Kinder mit besonders schwacher Konzentration benötigen fachärztliche Hilfe und spezielle Förderprogramme, eventuell sogar Medikamente. Den meisten unkonzentrierten Kindern kann jedoch durch eine Umstellung ihres Alltags schon gut geholfen werden.

 

Mit verschiedenen Spielen kann man die Konzentration eines Kindes stärken, hat Spaß dabei und steigert dabei ebenso die Aufmerksamkeit. So kann sich das Lernverhalten verbessern und das Kind/Jugendliche durch volle Konzentration sein Leistungspotenzial voll ausschöpfen.

 

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